Katar zwischen Tradition und Moderne

Katar heißt die Welt willkommen 

Ende Oktober war ich in Katar unterwegs und konnte mir dort mein eigenes Bild über das Land machen, über das man viel in den Medien liest und hört. Die Einladung von Katar Tourismus war für mich eine freudige Nachricht, da ich ja hauptsächlich in der Natur unterwegs bin war die Freude groß einmal eine Stadt wie Doha zu besuchen, und dann noch das Land um Doha rum zu entdecken. Meine Reise startete von Frankfurt am Main aus mit Qatar-Airways und nach knapp sieben Stunden Flug kam ich in Katar am Hamad International Airport an. 

Qatar wurde erst kürzlich von der UNWTO (World Tourism Organization ) zu dem offensten Land im Nahen Osten gekürt, was die Visabestimmungen betrifft. Weltweit belegt Katar Platz 8 der offensten Ländern, dies machte sich sofort am Flughafen bei der Einreise bemerkt. Da ich ein paar Wochen zuvor in Kenia und Tansania gewesen bin wo die Einreisebestimmungen ein halber Staatsakt waren, war ich sehr angetan von der Einreise in Katar. 

Die Halbinsel Katar befindet sich nordöstlich von der Arabischen Halbinsel zwischen Saudi-Arabien, Bahrain und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Katar ist vor allem durch seine durch seine Erdöl- und Gasvorkommen bekannt, und ist das Reichste Land der Welt. Katar selbst leben knapp 2,7 Millionen Menschen wo von 300 Tausend Menschen Kataries sind. Die restliche Bevölkerung sind zugezogenen aus Ländern wie z.B. Indien, Bangladesch, Philippinen und Ägypten. Fast die gesamte Fläche des Landes besteht aus Sand- und Salzwüsten. Richtung Saudi-Arabien erheben sich große Sanddünen und man findet am Meer kilometerlange verlassene Traumstrände. 

Katar bemüht sich sehr um sein Bild nach außen

Viele Leute, die ich kenne, nehmen Katar als Reiseland gar nicht wahr oder kennen es nur von der Durchreise, weil sie am Hamad International Airport einen kurzen Aufenthalt haben. Ich persönlich hatte Katar vor meiner Reise auch nicht wirklich wahrgenommen außer durch die Medien, aber ich muss sagen Katar hat mich in seinen Bann gezogen denn Katar bemüht sich sehr um sein Bild nach außen und das merkt man im gesamten Land. 

Ausblick auf die Skyline von Doha

Ankunft in der Metropole Doha

Nach meiner Ankunft am Hamad International Airport ging es für mich nach kurzer Wartezeit direkt mit Q-Explorer - die Firma unseres Reiseguides Hameed für die nächsten Tage - in das Hotel Mondrian Doha, welches erst im April 2018 eröffnet hatte. Mondrian Doha steht in einem der ältesten Stadtviertel in Katar im Msheireb. Die Fahrt vom Flughafen zum Hotel war schon sehr besonders da Doha am Abend wirklich beeindruckend durch die ganzen Lichter wirkt. Nachdem ersten Staunen ging es dann zum Check-In und zu einer kurzen Begrüßung durch das Hotelmanagement. Direkt im Anschluss ging es dann auch schon zum Abendessen. Gegessen wurde im hauseigenem Restaurant Walima in dem es katarische Spezialitäten gibt, anschließend gingen wir noch die Programmpunkte der nächsten Tage durch über die ihr jetzt mehr erfahrt!  

Mondrian Doha

Der erste Tag in Katar begann sehr früh. Nach einem ausgiebigen Frühstück gab es noch eine Hausführung durch das Mondrian Doha. Das Hotel besticht wirklich durch seinen Stil wer viel Wert auf Einrichtung legt wird in diesem Hotel aus dem Staunen nicht mehr herauskommen. Das Mondrian hat 249 Zimmer und einen beeindruckenden 3000 Quadratmeter großen Spa. Von außen ist das Hotel genauso beeindruckend wie von innen, denn von außen ist es wie ein Falkennest gestaltet. 

Museums of Islamic Art (MIA)

Nach der Hotelführung holte uns unser Fahrer Hameed von Q-Explorer ab und es ging zu unserem ersten Programmpunkt und zwar zum Museum of Islamic Art. Das Museum hat eine beindruckende Architektur, in der man sich Stundenlang verlieren kann von außen z.B. erkennt man am oberen Teil Gesicht einer Frau, die durch eine Burka schaut. Das MIA gilt als eines der wichtigsten Museen der Arabischen Halbinsel und wurde vom Star-Architekten I.M Pei entworfen. 

In dem Museum selbst könnt ihr Artefakte, Kalligrafie, Textilien, Gefäße, Teppiche und vieles mehr sehen, die Ausstellungsstücke werden so präsentiert das nichts ablenkt, und der Fokus komplett auf den Exponaten liegt. So eine Präsentation von Exponaten habe ich bis jetzt selten gesehen. 

Bevor man dazu kommt sich die Exponate anzuschauen wird man sich wahrscheinlich zuerst in der Architektur im inneren des Museums verlieren es ist wirklich beeindruckend was hier geschaffen wurde und was der Architekt hier entworfen hat. 

Nach dem wir uns innen alles angeschaut hatten ging es noch einmal in den Außenbereich des Museum of Islamic Art von hier aus hat man nämlich einen tollen Blick auf die Skyline von Doha! 

Tipp: Wer gern Architektur fotografiert wird bei dem Museum of Islamic Art auf seine vollen Kosten kommen, denn die Architektur ist hier wirklich einzigartig! 

Aufbruch zum Dune-Bashing 

Nachdem Besuch im Museum of Islamic Art ging es für uns weiter und zwar in die Wüste. Nachdem wir noch einen kurzen Stopp einlegten um die Luft aus den Reifen zu lassen, damit wir mehr Grip im Sand haben und damit wir noch kurz auf den Kameln reiten konnten. Anschließend ging es auch schon los zum Dune-Bashing. Auf unserem Weg zum Regency Sealine Camp legten wir einen kurzen halt am Binnenmeer Chaur al-Udaid ein hier dringt das Wasser des Persischen Golfs ein und flutet die Täler der Dünen. Hameed erzählten uns davon, dass das Binnenmeer, das meist fotografierteste Motiv in Katar sei. Diese Information von Hameed faszinierte mich, denn bis dato ging ich von aus das die Skyline das meist fotografiertest Motiv ist.  

Nach unserem kurzen Aufenthalt am Binnenmeer Chaur al-Udaid ging es dann auch schon weiter zum Regency Sealine Camp um ein Lunch einzunehmen. Das Regency Sealine Camp liegt an einem wunderschönen Strand und man kann hier definitiv die Seele baumeln lassen. Leider viel für uns das entspannen und baden im Meer aus da über den Dünen ein Sandsturm aufzog. 

Der Sandsturm nahte so schnell, dass wir es gerade noch so zum Auto schafften, da Hameed und sein Kollege sehr erfahren sind brachten sie uns sicher durch den Sandsturm. Der Sandsturm war für mich wirklich beeindruckend da ich so etwas noch nicht erlebte hatte, es ist faszinierend wie schnell es dunkel und sandig wird. Ein Sandsturm ist ein Erlebnis für sich! 

Nach kurzer Zeit brachte uns Hameed dann wieder aus dem Sandsturm raus, und wir waren auch schon wieder aus der Wüste raus, kurz bevor wie sie ganz verließen stand noch ein Kamel in der Wüste was ein herrliches Motiv mit der langsam untergehenden Sonne ergab. 

Tipp: Bei Hameed von Q-Explorer könnt ihr genau solche Touren buchen, man kann auch im Regency Sealine Camp schlafen dort eine schöne Zeit verbringen! 

Essen mit Ausblick an der Corniche

Nach unserer Fahrt durch die Wüste ging es dann erst einmal zurück in das Mondrian Doha um sich frisch zu machen, denn zum Abendessen ging es noch in das libanesischen Restaurant Al Mourjan an der Corniche. Das Essen im Mourjan war wirklich ein Genuss und sehr reichhaltig, was bei diesem Restaurant aber noch mehr in das Auge sticht wie das Essen, ist der Blick auf Skyline von Doha. Denn man blickt von der Terrasse des Restaurants aus direkt auf die Beleuchtete Skyline von Doha. 

Unzählige Fotos später ging es dann noch auf einen kurzen Spaziergang entlang der Corniche. Über uns war durchgehend die Skyline zusehen diese sah vom nahen nochmals viel imposanter aus. Anschließend ging es dann wieder zurück in das Mondrian, wo wir die letzte Nacht verbrachten, bevor es am nächsten Tag weiter ging und uns ein Hotelwechsel bevorstand. 

Tipp: Wer einmal in Doha ist und am Abend an der Corniche spazieren geht, sollte unbedingt ein Stativ mitnehmen. Hier kann man nämlich tolle Langzeitbelichtungen von der Skyline machen. 

Blick am Abend auf die Skyline von Doha vom libanesischen Restaurant Al Mourjan an der Corniche

Kajaktour durch die Mangrovenwälder

Unser zweiter Tag fing wieder sehr früh an denn wir mussten im Mondrian Doha sehr früh aus checken da unser erster Programmpunkt an diesem Tag eine Kajaktour durch die Mangrovenwälder war. Nach einer kurzen Verabschiedung im Mondrian ging es für uns auf zu den Mangrovenwäldern, die Fahrt zu den Mangrovenwäldern zeigte uns noch einmal ganz andere Gegenden abseits von Doha und man konnte sogar schon die ersten Stadien sehen für die bevorstehende WM im Jahr 2022. 

Aber spätestens, wenn man in Al Thakira ankommt, merkt man wirklich wie abwechslungsreich Katar ist. Hier wechselten wir in Kajaks und paddelten über das Meer durch die Mangrovenwälder zu einer kleinen Insel, wenn man Glück hat kann man in dieser Gegend sogar auf Flamingos treffen. 

Tipp: Wer einmal eine Kajaktour durch die Mangrovenwälder macht sollte unbedingt ein wasserdichtes Gehäuse für seine Kamera mitnehmen. 

Nach unserer Kajaktour ging es dann für uns in das St. Regis Doha unser zweites Hotel auf unserer Katar-Reise. Das St. Regis Doha sieht von außen sowie von innen wirklich sehr prunkvoll aus und war das komplette Gegenteil vom Mandarin. Im Hotel machten wir uns erst einmal frisch und bezogen die Zimmer bevor es zum Nachmittag hin dann weiter zu einem Dhau-Cruise gehen sollte. 

Dhau-Cruise zum Sonnenuntergang

Am Nachmittag ging es dann weiter und zwar ging es wieder zur Corniche. Dort wartete ein altes traditionelles Segelboot auf uns, die Fahrt mit dem Segelboot dauert knapp zwei Stunden, und man hat einen einzigartigen Blick auf die Skyline von Doha und kann beobachten wie mit zunehmender Dunkelheit die Lichter in der Skyline angehen und sie in bunten Farben erstrahlen lässt. 

Tipp: Ein Dhau-Cruise zum Sonnenuntergang ist ein absolutes Highlight und ihr solltet bei einer Reise nach Katar einen Dhau-Cruise unbedingt einplanen! 

Die Segelboote, mit denen man hier unterwegs ist wurden früher von Perlentauchern genutzt. Da die Haupteinnahme Quelle in Katar mittlerweile Öl und Gas ist und Kunstperlen zu günstig geworden sind, ist dieser riskante Beruf nicht mehr nötig. In Katar gibt es nur noch einen Perlentaucher, der sein Geschäft auf dem Souq Waqif hat. 

Nach unzähligen Fotos der Skyline war der Dhau-Cruise auch schon wieder zu Ende, und es ging für uns zum letzten Programmpunkt für diesen Tag und zwar zum Souq Waqif.

Souq Waqif

Der Souq Waqif ist ein absolutes Highlight in Katar hier spielt sich das Leben ab, Abend für Abend, wenn es langsam etwas kühler wird kann man hier das bunte Treiben der Händler beobachten. Auf dem Souq Waqif findet man wirklich von Lebensmitteln, über Kleidung bis hin zu Tieren kann man hier alles finden und natürlich auch kaufen. 

Auf dem Souq Waqif lohnt sich auf alle Fälle ein Besuch in dem Cafe Majis al Dama das Cafe gehört Mohammed, hier bekommt man Karak serviert den typischen Schwarztee mit Milch und Zucker. Wer Lust hat kann im Cafe Majis al Dama natürlich auch eine Runde Dama spielen, Mohammed erklärt das spiel gern! 

Das Cafe Majis al Dama von Mohammed findet man direkt am Eingang des Souq Waqif. 

Nach unserem Besuch bei Mohammed ging es für uns weiter und zwar in ein Krankenhaus nur für Falken, der Einblick in das Krankenhaus war wirklich faszinierend, denn es ist besser ausgerüstet gewesen wie manch deutsches Krankenhaus. Für Falken geben die Bewohner von Katar generell sehr viel Geld aus denn es ist das Haustier in Katar. Auf dem Souq Waqif gibt es auch spezielle Geschäfte, in denen man untrainierte Falken kaufen kann und zwar ab 1000 Euro, solch ein Geschäft zeigte und Hameed denn ein Freund von Hameed führt solch ein Geschäft auf dem Souq Waqif. 

Nach all diesen Eindrücken durfte natürlich auch das Essen und Trinken nicht zu kurz kommen, wir entschieden uns dafür auf dem Souq Waqif zu essen hier kann man von den Katari-Frauen selbst gekochtes Essen kaufen, natürlich nur so lange der Vorrat reicht. Günstiger und besser kann man in Katar kaum essen! 

Tipp: Ein Besuch eines Souks ist auf alle Fälle ein Highlight und eine Empfehlung wert, egal in welchem arabischen Land. Denn hier spielt sich das Leben ab!  

Nach all diesen Eindrücken an Tag zwei ging es für uns nach einem köstlichen Essen auf dem Souq Waqif zurück in das St. Regis Doha, denn an unserem letzten Tag stand noch einmal einiges an! 

Yoga-Session auf dem Shangri-La Doha

An Tag drei ging es für uns hoch hinaus und zwar auf den Helikopterlandeplatz des Shangri-La Doha, der befindet sich über dem 50 Stockwerk des Gebäudes und bietet einen wunderschönen Blick über Skyline von Doha. Wir genossen an diesem Morgen die Aussicht und konnten wahlweise an dem Yoga-Programm teilnehmen. 

Auf den Helikopter-Landeplatz kommt man nicht nur als Hotelgast drauf sondern auch als Besucher, wenn man sich Yoga-Stunden auf dem Heli-Pad bucht. Buchen kann man diese direkt über das Hotel oder über Hameed von Q-Explorer

Tipp: Wenn ihr Interesse an den Yoga-Stunden habt, bucht diese über Q-Explorer Hameed hat besondere Konditionen mit dem Hotel ausgehandelt. 

Sheikh Faisal Bin Qassim Al Thani Museum und Kamelrennbahn

Nach unserer Yoga-Session ging es dann anschließend direkt weiter und zwar zum Sheikh Faisal Bin Qassim Al Thani Museum. Das Privatmuseum von Sheikh Faisal Bin Qassim Al Thani beinhaltet eine beeindruckende Sammlung von Teppichen über Waffen bis hin zu Geologischen Fossilien.

Was mindestens genauso beeindruckend ist, ist die Sammlung an Autos, Motorrädern und Booten, die man in diesem Museum vorfinden kann. Das Museum Sheikh Faisal Bin Qassim Al Thani verbirgt auf alle Fälle eine menge und vor allem interessante Überraschungen. 

Tipp: Solltet ihr dem Sheikh Faisal Bin Qassim Al Thani Museum einen Besuch abstatten, nehmt auf alle Fälle an einer Führung teil, am besten bei Walid Al-Dulaimi dem Museumsdirektor. Denn durch ihn bekommt man noch einmal einen ganz anderen Bezug zu den Exponaten. 

Nach diesen Eindrücken im Sheikh Faisal Bin Qassim Al Thani Museum ging es für uns zum letzten Programmpunkt unserer Katar-Reise und zwar zu Kamelrennbahn Al Shahaniya, wir konnten beim Training der Kamele zuschauen, es war wirklich interessant zu sehen wie die Kamele für die Rennen trainiert werden. Leider haben wir kein Rennen gesehen da ein Rennen in den arabischen Ländern wirklich ein Highlight ist. 

Anschließend ging es für uns dann auch schon wieder zurück in das St. Regis Doha um den Abend ausklingen zu lassen den am nächsten Morgen ging es für uns schon wieder zurück nach Deutschland und somit sind wir am Ende der Reise. 

Mein Fazit zur Katar-Reise

Wie viele andere, hörte auch ich vor meiner Reise nach Katar, nur aus den Medien und da wird einem Katar zum Großteil nicht im besten Licht gezeigt. Doch Katar hat mir auf meiner Reise gezeigt das Katar die Welt willkommen heißt und sich stark um sein Bild nach außen bemüht. 

In Katar trifft auf engen Raum Kultur und moderne Architektur aufeinander, was für mich Katar zu einem echten Highlight gemacht hat, denn man erlebt innerhalb von kurzer Zeit unglaubliche Gegensätze den Tradition und modernste Architektur treffen hier auf einander. Für mich persönlich war die Zeit in Katar viel zu kurz ich hätte gern noch mehr von Katar gesehen denn ich bin mir sicher Katar hat noch soviel mehr Interessantes zu bieten. 

Die Reise nach Katar habe ich nicht bereut, denn ich konnte mir mein eigenes Bild von Katar machen und bin froh dies einmal mit meinen eigenen Augen gesehen zu haben.  

Solltet ihr noch Fragen haben, dann schreibt mir einfach eine E-Mail.

Informationen und weiterführende Links 

Im Anhang findet ihr noch verschiedene Infos zu Katar, sowie allgemeine Informationen. 

Visit-Qatar

Qatar Airways

Q-Explorer

Mondrian Doha

St. Regis Doha

Museum of Islamic Art Doha

Sheikh Faisal Bin Qassim Al Thani Museum

Instagram: @patrickpfaff, @visitqatar, @qatarairawys, @q_explorer, @lmg_management

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Der Aufenthalt in Katar erfolgte auf Einladung Visit-Qatars


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